Die Reinigungskrise bzw. Heilkrise des Körper

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Der Status eines mehr oder wenigen intakten Immunsystems entscheidet darüber, ob wir krank werden oder nicht. Die Tatsache, dass im Winter mehr Menschen krank werden, liegt z.B. nicht daran, dass es kälter wird sondern dass wir in der Regel zu wenig Nährstoffe über frische Nahrung zu uns nehmen und uns zu wenig bewegen, auch an der frischen Luft, und damit ein geschwächtes Immunsystem haben. Geschwächt insofern, als das Immunsystem in dieser Zeit mehr zu tun hat, z.B. Giftstoffe mit der Nahrung aus dem Körper zu transportieren. Erkältungsviren haben so leichteres Spiel und können das Immmunsystem weiter angreifen – so die nicht gänzlich wissenschaftlich untermauerte Theorie.

Krankheitssymtome als Reinigungssymptome

Krankheitssymtome wie Schnupfen, Fieber, Durchfall, Husten, Appetitlosigkeit oder auch Niesen sind (in der Naturmedizin) körpereigene Prozesse der Reinigung. Bei Fieber z.B. erhöht sich die Körpertemperatur, damit angeblich über die erhöhte Temperatur die Abtötung von fremden Organismen effektiver geschehen kann und über das Schwitzen gleichzeitig die Giftstoffe besser abtransportiert werden können. Ebenso sei die Schleimproduktion bei Schnupfen dafür vorgesehen, den Ausscheidungsprozess der fremden Bakterien und andere Abfallstoffe der Reinigung zu gewährleisten.

Erbrechen und Durchfall reinigt den Verdauungstrakt, Husten die Lunge usw. Ein medikamentöses Unterdrücken dieser Symptome kann in der Naturmedizin den Heilungsprozess verlangsamen oder gar die Ausheilung verhindern. Medikamente sollten lt. Aussage von Naturmedizinern also eigentlich möglichst vermieden werden und nur in Notfällen verabreicht werden, zum Beispiel wenn sich der Körper mit lebensbedrohenden Bakterien infiziert hat und der Allgemeinzustand des Menschen so schlecht ist, dass es das Immunsystem nicht schafft, mit dem Bakterium fertig zu werden. Dies ist allerdings alles wissenschaftlich nicht erwiesen.

Begleitende krankheitsspezifische Symptome wie Müdigkeit, Appetitlosigkeit, Gliederschmerzen oder auch Schmerzen generell sollen den Körper dazu veranlassen, sich auszuruhen, um dem Immunsystem volle Kraft zur Abwehr der Krankheiten zu geben. Auftretende Symptome werden umso milder sein und schneller verschwinden, je mehr Sie dem Körper Ruhe und Schlaf geben.

Bevor Sie also mit einem Entgiftungsprogramm beginnen, müssen Sie sich mit dem Wesen der Heil- bzw. Reinigungskrise vertraut gemacht haben, um zu keinen falschen Schlussfolgerungen zu kommen.


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Fakten zur Reinigungskrise/Heilkrise

  • Entstehungsgrund: Entgiftungsreaktion des Körpers bei durch Loslösen bzw. Ausscheiden von Schadstoffresten ehemaliger Krankheiten aus dem Körper
  • Dauer: in der Regel kurze empfundene Krankheitsschübe, die aufgrund der schon gebildeten Antikörper nur von kurzer Dauer sind
  • Verlauf: unmittelbar vor der Heilkrise geht es Ihnen sehr gut
  • Behandlung: Krankheitssymptome sind gute Anzeigen des Körpers für eine Reinigung, die nicht mit Medikamenten behandelt werden sollten; emotionale Reaktionen ebenfalls möglich; viel trinken und fehlen von Hunger und Appetit akzeptieren

Reinigungskrise bei Detox- und Fastenkuren

Ein immer wieder beobachtetes Phänomen beim Fasten- oder Reinigungskuren sind klare Symptome einer “Reinigungskrise” wie sie oben beschrieben sind. Sehr häufig treten starke Kopfschmerzen auf, die in Begleitung zu den vermehrten Aktivitäten des Immunsystems auftreten, den Körper von Giftstoffen zu befreien. Oder auch andere Symptome wie Verstopfung, Durchfall, Harndrang, Nervosität, Reizbarkeit, Depressionen, Fieber, Schleimproduktion und -absonderung, Krämpfe, Herpes, Übelkeit, Geschwüre im Mund, Fieberbläschen, Bähungen oder Müdigkeit können angeblich aus denselben Gründen vorkommen.

Gerade in der Zeit des Fastens oder während Detoxkuren, wo wir dem Körper durch die Verabreichung keiner oder nur reduzierter, gesunder Nahrung nicht mit Giftstoffen belasten, kann sich gemäß der Naturmedizin der Körper mit voller Kraft daran machen, auch tief sitzende Schadstoffe in unseren Zellen anzugreifen und sie dann über das Blut, den Darm oder die Haut des Körper heraus zu transportieren. So emulgieren z.B. überschüssiges Fett und verhärteter Schleim, um abtransportiert zu werden. Die Symptome variieren, je nachdem welche Schadstoffe abtransportiert werden.

Da der Körper bereits beim letzten Durchgehen der Krankheit Antikörper entwickelt hat, sind die Symptome der “Heilkrise” nur kurz erneut zu durchleben, bevor der Körper letztlich komplett mit den Auslösern der Krankheit fertig wird und ihn vollständig heilt. Diese Aussage ist allerdings wissenschaftlich nicht gänzlich bewiesen.

Der emotionale Aspekt einer Heilkrise ist neben den körperlichen Symptomen nicht zu unterschätzen, vor allem bei denjenigen, die in ihrem Leben schwere emotionale Krisen durchgemacht haben. In Reinigungskrisen können sich emotionale und physische Krisen gegenseitig hochschaukeln, da emotionale Stimmungsschwankungen ebenfalls “Gift” fürs Immunsystem sind. Beide Krisen müssen erneut durchlaufen werden, bevor eine ganzeinheitliche Heilung und damit (angeblich) Wohlbefinden, Fröhlichkeit, Vitalität und positive Emotionen eintritt.

Toxische oder Medikamentenkrise

Gerade wenn Sie viele Jahre auf Medikamente angewiesen waren und dann eine innere Reinigung durch Nahrungsumstellung auf Naturkost oder eine Heilfasten Kur anstoßen, können Sie lt-. Aussagen der Naturmedizin auch eine “toxische Krise” durchmachen. Bei dieser Reinigungskrise entgiftet der Körper die im System gespeicherten toxischen Nebenprodukte von Medikamenten. Dabei können die Nebenwirkungen der toxischen Krise den ursprünglichen Nebenwirkungen der Medikamente gleichen wie z.B. Benommenheit, Albträume usw.

Dauer der Heilkrisen

Die Theorie in der Naturmedizin ist, Heilkrisen finden nicht nur einmalig statt, sie finden sooft statt, wie Sie über Nahrungsumstellungen und Fastenzeiten Ihren Körper die notwendige Ruhe geben, Giftstoffe zu bekämpfen. So wird auch eine einzige Heilkrise den Körper angeblich nicht komplett entgiften können, denn der Heilungsprozess verläufe in Zyklen. So können körperliche als auch seelische und emotionale Symptome nach einer Heilkrise erst besser sein und fast verschwinden, bevor sie wieder – möglicherweise sogar schwerer als vorher – wiederkommen aber dann letztlich aber ganz verschwinden. Vorausgesetzt, Sie haben dem Körper nicht erneut Giftstoffe zugeführt, ernähren sich also natürlicher und schwächen Ihr Immunsystem nicht. Die genannten Zusammenhänge sind wissenschaftlich aber nicht gänzlich gesichert.

Heringsche Regel

Der Deutsch-Amerikaner Constantin Hering, ein homöopatisch arbeitender Arzt im 19. Jahrhundert, machte die mittlerweile auch bestätigte Entdeckung, dass Heilkrisen von innen nach außen und vom Kopf abwärts verlaufen, und in umgekehrter Reihenfolge wie die Symptome im Körper auftreten. (Heringsche Regel). Symptome selbst aus der Kindheit können also bei entsprechend langer Entgiftung angeblich erneut auftauchen, besonders, wenn sie mit Antobiotika oder Medikamenten unterdrückt wurden. Das geschieht deshalb, weil die in Fettzellen, verkrusteten Schleimen und fäkalen Schlacken eingeschlossen Giftstoffe, Mikroben und Medikamentenrückstände beim Selbstheilungsprozess ins Blut freigesetzt werden.

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