Die Colon-Hydro-Therapie bzw. Darmwäsche (Colon-Lavage)

Die Colon-Hydro-Therapie bezeichnet man gerne als „moderne Form des Ein­laufs“. Die Reinigung spielt sich dabei in einem geschlossenen Kreislauf ab. Einmal wird dem Mast- und Dickdarm Flüssigkeit genau dosiert zugeführt; zum anderen der verflüssigte Darminhalt – ganz ohne Ge­ruchsbelästigung – über ein separates Lei­tungssystem ausgeschieden.

Meist verwendet man dafür vorgewärmtes bzw. wechselwarmes Wasser zur Anregung der „natürlichen pumpartigen Muskeltätigkeit des Darmes”. Mitunter wird die Einlauf­flüssigkeit auch mit aktiviertem Sauerstoff versetzt (ob dies nötig oder überhaupt sinnvoll ist, darüber darf allerdings gestrit­ten werden). Hinzu kommen gegebenenfalls noch Zusätze wie Kamillenextrakt u. ä. Dauer einer solchen Darmwäsche: Jeweils ungefähr 45 Minuten.

Je nach Verschlac­kungsgrad können 5 bis 20 und mehr sol­cher Bäder notwendig werden. Die Colon­Hydro-Therapie ist insbesondere dann angezeigt, wenn andere Maßnahmen wie etwa salinische Wässer keinen ausreichen­den Entleerungs- und Reinigungseffekt bringen. Was richtiggehende „lndika­tionen”, also Heilanzeigen bei bestehen­den Erkrankungen betrifft, so gehen die Empfehlungen weit auseinander. Manche Autoren empfehlen Behandlungen bei­spielsweise im Falle von Divertikeln (Dar­mausstülpungen) und „massiver Verschmut­zung des Darms”. Andere Experten führen gerade die Divertikel unter den „Gegen­anzeigen” (Kontraindikationen) auf.

Gegenüber Einläufen und Klistieren hat die Colon-Hydrolherapie einen großen Vor­teil: mit ihrer Hilfe gelingt es zuverlässig, den Dickdarm auf seiner gesamten Länge (bis zur „Dünn-Dickdarm-Schleuse”, der Ileocaecalklappe) zu säubern. Die unterschiedliche Intensität der Verfahren ist z.B. daran abzulesen, dass bei der „Darmwä­sche” 25 Liter Wasser eingesetzt werden, beim Einlauf nur maximal 1 bis 1,5 Liter.

Al­lerdings: Üblicherweise wird zu diesem Zweck normales, also meist gechlortes, leicht erwärtes Leitungswasser verwendet, was sich möglicherweise ungünstig auswirken könnte. Auch hier findet sich also neben viel Licht auch mancher bislang zu wenig wahrge­nommene Schatten, und man sollte stets beachten: Maßnahmen wie die Colon-Hy­dro-Therapie sind nicht dazu da, sich eben einmal schnell Erleichterung zu verschaffen, wie dies in ambulanten Einrichtungen in den Vereinigten Staaten etwas leichtfertig praktiziert wird.

Die Colon-Hydro-Therapie sollte konsequent therapeutisch begleitet sowie unbedingt von einer Ernährungsumstellung (ggf. Wirkstoffsupplementierung) begleitet werden und außerdem sanfte Bauchmassagen in der Tradition von Dr. F. X. Mayr beinhalten. Letztere ermöglichen es, gezielt auf einzelne Dickdarmpartien einzuwirken und die Ausleitung stagnierender Rückstände zusätzlich zu beschleunigen.

Zur Colon-Hydro-Therapie gibt es bislang leider keine feste Ausbildungsordnung und auch keine Qualitätssicherung/Kontrolle bei der Behandlung.

Chronische Krankheiten durch Colon-Hydro-Therapie erfolgreich behandeln
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Chronische Krankheiten durch Colon-Hydro-Therapie erfolgreich behandeln
  • Manfred A Ullrich
  • Herausgeber: Spurbuchverlag
  • Auflage Nr. 1 (26.08.2011)
  • Gebundene Ausgabe: 256 Seiten

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